Advent, Advent … schon wieder Lockdown

Alle Jahre wieder … befinden wir uns zum ersten Advent im Lockdown. Was das bedeutet? Keine Weihnachtsmärkte, kein Nikolaus und keine Kinderaugen in denen sich die vielen Lichter widerspiegeln. Und warum? Weil wir nach 21 Monaten Pandemie immer noch nichts dazugelernt haben. 

Gut, grundsätzlich muss eine Adventzeit Zuhause ohne „Punschtermine“ und „Weihnachtsgeschenkestress“ nichts Schlechtes sein. Immerhin können wir uns dank Lockdown wieder auf uns selbst konzentrieren. Haben mehr oder weniger mehr Zeit zu Hause. Können Kekse backen und Weihnachtsdekoration basteln. Theoretisch zumindest, denn praktisch müssen der Adventkalender und das Nikolaussäckchen gefüllt werden und dann müssen auch noch Geschenke für den 24. Dezember her – und das alles online. Weil der Handel geschlossen ist.

Passé ist damit die Zeit, in der man besinnlich vor dem Adventkranz sitzt. Stattdessen hält jeder sein Smartphone in der Hand und sucht angestrengt nach Maßen und Beschreibungen diverse Kinderspielsachen.

„Zieh dir etwas an, dir ist kalt“

Umso unverständlicher ist es, dass man sich in den Skigebieten aufregt, dass nicht nur der Wintersport während der ganztägigen Ausgangssperre erlaubt sein sollte, sondern man unbedingt auch die Hütten aufsperren muss. Die Begründung, die in mir innerliches Gelächter auslöst: Die Wintersportler müssen sich irgendwo aufwärmen, es wäre sonst unverantwortlich.

Echt jetzt? Schaffen wir es als erwachsene Menschen nicht einmal mehr rechtzeitig von der Piste zu gehen, bevor wir erfrieren? Eine Situation, die mich an meine Mutter vor vielen Jahren erinnert. Damals erklärte sie uns immer: „Zieh dir etwas an, dir ist kalt!“ Damals war ich aber auch noch ein Kind.

Verwunderlich ist es allerdings nicht, schließlich schaffen wir es auch nicht, uns an einen „Hausarrest“ zu halten. Das ist aber auch schwierig, wenn man bedenkt, dass die Regierung nicht nur das Skifahren, sondern auch die Weihnachtsfotos für lebensnotwendig hält.

Ja, wir dürfen laut Gesetz zur physischen und psychischen Erholung nicht nur Wintersport oder im Ausland Urlaub machen, auch der Weg zum Fotografen für die Weihnachtsfotos ist erlaubt. Diese sind natürlich auch viel lebensnotwendiger als – sagen wir einmal – Unterhosen. Weshalb die Geschäfte geschlossen bleiben.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*