Die Korken knallen zum siebten Mal

Bereits seit sieben Jahren hat er einen eigenen Tag: der Österreichische Sekt. Ab heuer hat er aber auch drei neue Namen: Klassik, Reserve und Große Reserve.

Eine neue Qualitätspyramide, die als Garant für die Herstellung nach strengen Qualitätskriterien sowie für die Verarbeitung ausschließlich heimischer Trauben in Österreichs dienen soll. Die drei Stufen umfassen qualitätssichernde Standards wie die Herkunft der Trauben, die Reifezeit, die Herstellungsmethode, den Alkoholgehalt, aber auch die Arbeit im Weingarten und die Handlese. In der Spitzenkategorie „Große Reserve“ messen sich die österreichischen Sekthersteller mit den höchsten Standards weltweit und zeigen, dass sie sich vor der Konkurrenz aus Frankreich, Italien & Co. nicht zu verstecken braucht.

Das neue Reglement bringt die deutliche Auslobung der Qualitätsstufe direkt auf das Etikett des Schaumweins und soll Gelegenheitskonsumenten wie Fachleuten so zu einer noch höheren Transparenz am Sektmarkt verhelfen.

Sprudel aus Österreich

Sekt wird im Gegensatz zu normalem Wein doppelt vergoren und erhält dadurch seine charakteristische Kohlensäure. Schon im Jahre 1873, zur Zeit der Weltausstellung in Wien, wurden jährlich 4.000.000 Flaschen Schaumwein produziert. Die Produktionszahlen des sprudelnden Genusses haben sich rasant gesteigert, denn mittlerweile werden jährlich rund zwei Milliarden Flaschen hergestellt. Diese werden man am besten bei 11°C gelagert. Die optimale Trinktemperatur von weißem Sekt liegt zwischen 5 und 7°C.

Da der Naturkork für den Sekt aus einer gepressten sowie zwei Naturkorkscheiben besteht, hat dieser eine andere Beschaffenheit als der Weinkork. Die typische Pilzform hat ein Sektkorken nicht von Anfang an. Der ursprünglich gleichmäßige Kork-Zylinder nimmt diese erst durch die nachlassende Elastizität des Materials an, wenn der Korken längere Zeit in der Flaschenmündung sitzt und sich nicht ausdehnen kann.

Getrunken wird der Österreichische Sekt aus tulpen- oder apfelförmigen Gläsern. Hier haben die Perlen genug Raum um aufzusteigen und das Bukett kann wesentlich vielschichtiger wahrgenommen werden als aus einer schmalen Flöte.

Das ideale Sektglas ist farblos, in Glasqualität und Form dem edlen Charakter des Sekts entsprechend. Zugleich sollte es aber auch funktionsgerecht sein – die Entwicklung des Mousseux, des Perlens und Schäumens fördern und das Bukett zur Geltung bringen. Dafür ist auch wichtig, dass die Sektgläser nur bis zu etwa 2/3 gefüllt werden.

Eine interessante historische Gegebenheit ist übrigens, dass im Jahr 1902 von Kaiser Wilhelm II eine Schaumweinsteuer verhängt wurde, da seine Meinung war: „Wer feiern kann, kann auch etwas für die deutsche Kriegsflotte tun!“. Die Steuer besteht in Deutschland bis heute und beträgt derzeit 1,02 Euro pro Flasche.

Mehr zum Thema Schaumwein, aber auch Champagner lernen Sie beim Schaumwein- & Campagner-ABC von Wein & Co. am 15. November im SCS Megastore oder am 1. Dezember am Salzburger Platzl.

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