Drei Heißluft-Fritteusen im Test

Wenn man an eine Fritteuse denkt, kommen den meisten von uns vor Fett triefende Pommes Frites, unangenehme Gerüche und vor allem viel Arbeit beim Putzen und Wechseln des Öls in den Sinn. Das muss nicht sein, denn seit der Markteinführung von Heißluft-Fritteusen ist das Frittieren mehr oder wenig ohne Öl möglich.

Kling eigentlich ziemlich gut und vor allem fast schon gesund, aber wir haben uns da so einige Fragen gestellt: „Schmecken die Pommes dann auch und werden sie genauso knusprig? Und hat man tatsächlich weniger Arbeit beim Reinigen des Gerätes?“

Auf der Suche nach den Antworten haben wir drei der neuartigen Fritteusen genauer unter die Luppe genommen und je 500 Gramm Tiefkühl-Pommes frittiert:

AVANCE COLLECTION AIRFRYER XL VON PHILIPS

Dieses Gerät erinnert aufgrund der äußeren Optik und auch des Gittereinsatzes am ehesten an eine Fritteuse. Weitere Einsätze sind separat erhältlich. Eine zusätzliche APP versorgt den Besitzer mit Rezepten, Tipps und Tricks. Kostenpunkt: 324,99 €.

Verstauung
Von platzsparend kann hier nicht die Rede sein, da das Gerät vor allem aufgrund seiner Höhe nur schwer zu verstauen ist. Allerdings gibt es für das Kabel ein eigenes Fach.

Bedienung
Der Airfryer lässt sich einfach und logisch bedienen. Eine Bedienungsanleitung ist überflüssig. Geöffnet wird das Gerät nach dem Prinzip einer Schublade, in der ein Korb eingehängt ist, der sich dank eines Griffs einfach hinausnehmen und wieder einhängen lässt.
Die Temperatur und Garzeit lassen sich per Touch-Screen auf einer digitalen Anzeige einstellen. Direkt daneben befinden sich Temperatur- und Zeit-Empfehlungen für die diversen Lebensmittel.

Wartezeit
Der Airfryer ist trotz der Vorheizzeit von drei Minuten das schnellste unserer Testgeräte. Ein Signalton macht auf das Erreichen der erwünschten Temperatur aufmerksam. Zwischendurch müssen die Pommes durchgemischt werden. Ein weiterer Signalton ertönt nach 15 Minuten, wenn die Pommes fertig sind, gleichzeitig schaltet sich das Gerät von automatisch aus.

Gesamtdauer: 18 Minuten

Das Ergebnis
Außen knusprig, innen weich und der Geschmack herrlich kartoffelig.

Reinigung
Gitterkorb und Auffangkorb lassen sich ganz einfach in der Spülmaschine reinigen.

ACTIFRY SMART XL VON TEFAL

Bei der ActiFry Smart XL könnte es sich optisch auch um ein UFO handeln. Eine sehr stylische, moderne Aufmachung. Kostenpunkt: 249 €.

Verstauung
Auch dieses Gerät ist leider nicht platzsparend. Zwar ist es nicht ganz so hoch, dafür aber umso breiter. Das Kabel liegt außerdem frei in der Gegend herum.

Bedienung
Hier gibt es nicht wirklich eine Bedienungsanleitung. Allerdings würden die beigelegten Bilderbeschreibungen ausreichen, wenn es denn auch welche für Tiefkühlprodukte und nicht nur für frische Lebensmittel geben würde. Auch die angegebene APP mit Rezepten ist nur schwer zu finden und die Bluetouth-Verbindung, durch die das Gerät von der Ferne bedient werden könnte, lässt sich leider nicht herstellen.

Öffnen lässt sich der Deckel ganz einfach per Knopfdruck. Die Zeit wird auf der digitalen Anzeige eingestellt. Die Temperatur kann nicht geregelt werden. Der Rührarm in der Mitte der Fritteuse beginnt beim Einschalten sofort mit seiner Arbeit. Ein zwischenzeitliches Durchmischen der Pommes ist damit nicht notwendig.

Wartezeit
Nach 20 Minuten sind die Pommes fertig. Ist die Zeit verstrichen, ertönt ein ein Signalton und die Maschine schaltet sich aus. Ganz abdrehen lässt sich das Gerät aber nicht, dazu muss ausgesteckt werden.

Gesamtdauer: 20 Minuten

Das Ergebnis
Knusprig, innen aber leider trocken und der Geschmack praktisch nicht vorhanden.

Reinigung
Die Pfanne, die sich einfach herausheben lässt ist, ebenso wie die der Rührarm, der sich durch eine Schalterverriegelung lösen lässt, spülmaschinenfest.

MULTIFRY VON DE’LONGHI

Die Mulifry befindet sich optisch zwischen den beiden anderen Geräten. Die eckige Aufmachung und der durchsichtige Deckel erinnern an einen modernen Backofen. Kostenpunkt: 299,99 €.

Verstauung
Da diese Fritteuse genauso breit wie hoch ist, nehmen wir auch hier Abstand von dem Wort „platzsparend“. Für das Kabel gibt es hier ebenfalls kein Fach.

Bedienung
Eine umfassende Bedienungsanleitung in 24 Sprachen und ein spannendes Rezeptbuch werden mitgeliefert. Die Erklärung zu den Garstufen für die verschiedenen Lebensmittel ist gut gegliedert und übersichtlich. Unterschieden wird hier auch zwischen frischen Lebensmitteln und Tiefkühlprodukten.

Der Deckel lässt sich einfach per Knopfdruck öffnen. Um was für ein Lebensmittel es sich handelt wird mit einem Drehknopf eingestellt, die Zeit und die Temperatur auf einer digitalen Anzeige. Ein Rührarm sorgt für das Durchmischen der Pommes und erspart weitere Handgriffe.

Wartezeit
Die Pommes sind nach 27 Minuten essfertig. Nach der eingegebenen Zeit ertönt auch hier ein Signal und das Gerät schaltet sich aus.

Gesamtdauer: 27 Minuten

Das Ergebnis
Knusprig, innen weich und g’schmackig.

Reinigung
Die Pfanne lässt sich einfach aus dem Behältnis heben. Der Rührarm muss leider mit Gewalt herausgenommen werden, dafür kann auch der transparente Deckel einfach abgenommen und gereinigt werden. Alles darf in die Spülmaschine.

FAZIT

Unglaublich, aber es funktioniert. Pommes können auch ohne Öl verdammt gut schmecken. Allerdings gilt: Wer die Wahl hat die Qual! Denn bei der Entscheidung zwischen Philips und De’Longhi kommt es eigentlich nur auf die persönlichen Wünsche und Annehmlichkeiten in puncto Optik und Handhabung an.

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