Kunst erleben: Hier spazierst du durch „Monets Garten“

Credit: Philipp Lipiarski

Einmal durch Monets Garten, die Gartenlandschaft von Giverny, spazieren, Seerosen in seinem berühmten Teich schwimmen lassen und fühlen, was einst Claude Monet fühlte. Das alles macht die immersive Kunstausstellung „MONETS GARTEN“ möglich, die nun erstmals auch in Österreich halt macht. Eine fantastische Multimedia-Erlebnisreise durch die Geschichte und Werke eines der größten Künstler des vergangenen Jahrhunderts.

Dank modernster Technik, aufwändigen Installationen und Projektionen werden die Besucherinnen und Besucher Wort wörtlich in die berühmten Kunstwerke des französischen Malers entführt und können die plötzlich lebendig gewordenen Gemälde in einem Rausch aus Farben und Musik auf noch nie zuvor gesehene Weise erleben und spüren.

Eine gelungene Symbiose aus den großen Werken des Künstlers und einer immersiven Erlebnisreise, die Monets Traum in ein neues Zeitalter tragen und unvergessen machen. Die Handy-Nutzung ist in dieser Ausstellung übrigens nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht, denn nur so gelangt man bereits im Atelier in die Bilder hinein.

Eine immersive Reise durch die Normandie, in die drei Akten

Die erste Reisestation repräsentiert das Atelier Claude Monets (1840-1926), den Schaffensplatz seiner großen Werke. Es wird eine neue Perspektive auf die Werke des Begründers des Impressionismus geboten, die das Publikum nicht nur in seine Gemälde, sondern auch in seine Wahrnehmungen, Techniken und Wege der Konzeption seiner Kunst eintauchen lässt. Die zentralen Themen Monets – Licht, Schatten, Wind und das Element des Wassers als Reflexionsfläche – werden integriert und durch modernste Technik zu einem poetisches Gesamtkonzept verwoben.

Anschließend geht es weiter zur Inszenierung von Monets Garten, der weltberühmten Gartenlandschaft in Giverny in der Normandie. Die Brücke über Monets Seerosenteich, der voll ist von Blüten, die die Besucher selbst gemalt und anschließend ins Wasser gelassen haben, gelangt man in das Haus von Monet. Dort wartet eine große Wandprojektion, die interaktiv von dem Besucher selbst bespielt werden kann.

Eine Flut an Gefühlen

Im dritten Akt werden die Besucher Teil der Szenerie. Hier wird eine Auswahl der berühmtesten Kunstwerke von Monet–wie „Die Dame im grünen Kleid“ oder „Das Atelierboot“ – auf einzigartige Weise präsentiert. Der gesamte Raum verwandelt sich zum Ende in einen gigantischen Seerosenteich, wodurch die Illusion eines endlosen Ganzen entsteht. Der Betrachter befindet sich hier inmitten der Gemälde und versinkt in Licht und Ton – ein emotionales Erlebnis, aus dem man erst einaml wieder aufwachen muss.

Das Highlight der Ausstellung ist nicht etwa der dritte Akt, sondern jeder einzelne Akt, jeder einzelne Schritt des Besuchers an sich. „Die Aufgabe des Künstlers besteht darin, das darzustellen, was sich zwischen demObjekt und dem Künstler befindet, nämlich die Schönheit der Atmosphäre“, stellte bereits Monet fest.

Die Ausstellung kann von 20. Oktober 2022 bis 22. Januar 2023 jeweils von Montag bis Mittwoch, von 10 bis 20 Uhr, und von Donnerstag bis Sonntag, von 10 bis 21 Uhr, in der Wiener Marx Halle besucht werden. Tickets sind ab 22 Euro auf monets-garten.at erhältlich.

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