Österreich feiert den Gin

Gin ist Kult, darüber braucht man spätestens seit dem vergangenen Wochenende nicht mehr streiten! Rund 2.500 Besucher stürmten das erste Vienna Gin Festival im Wiener Semperdepot – und die Veranstalter versprechen schon jetzt eine Wiederholung im nächsten Jahr. Geboten bekamen die Ginaholics dieses Mal neben den altbekannten großen, internationalen Marken auch einige heimische Gins – die sich eindeutig auf der Überholspur befinden:

Wien Gin braucht man für gewöhnlich gar nicht mehr erklären. Das Dreiergespann namens Kesselbrüder hat sich dem Wiener Charme und vor allem der Wacholderbeere verschrieben. Der Erfolg neben einer perfekt funktionierenden Marketingmaschinerie: Holunder und Muskatnussöl.

Die Distillery Krauss, ein wachsender Familienbetrieb aus der Weststeiermark, brachte bereits im Jahr 2007 ihren ersten London Dry Gin auf den Markt. Heute gelten Carmen und Werner Krauss international als angesehene Gin-Produzenten, die nahezu pausenlos mit einem neuen Qualitätsprodukt überraschen. Ihr Geheimnis: die feinen Geruchs- und Geschmacksnerven von Werner, der so unter anderem mit „Flower Power“ (Veilchen, Lavendel und Kamile), „Lemon Tree“ (Zitrusnoten) und ihrem jüngsten Baby „Tangerine“ (die Schalen kalabrischer Mandarinen) immer wieder für eine Gaumenfreude sorgt.

Den Grundstein für Grete Wiedersteins Gini bezaubernd bildet ein Grundrezept von einem befreundeten Brenner. Damit herumexperimentiert kam die Niederösterreicherin am Ende auf 36 Botanicals, die sie für ihren Gin von einem Apothekerlieferanten mischen lässt.

Seit Dezember 2017 ist der Steinhorn Gin der Brüder Johannes und Martin Steiner aus Niederösterreich. Die Zutaten – natürlich Wacholder, Koriander, Holunderbeeren sowie Süßholz, Melisse und Rosmarin, die für den charakteristischen Geschmack des London Dry Gins verantworlich sind – holen sie allesamt aus dem eigenen Garten und der Region Wagram.

Und damit sind nur ein paar der Österreichischen Gin-Produzenten genannt. Eine Erwähnung wert ist aber auch Schrödingers Katzen Gin alleine aufgrund seines Wien-Bezuges:

Der London Dry kommt von der Heidelberg Spirits GmbH aus Deutschland, die mit dem wohl berühmtesten Experiment des Wiener Physikers und Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger spielt. Unter den 14 Zutaten befindet sich auch – passend zum Namen – Katzenminze. Eine Pflanze, die nicht nur Katzen euphorisch macht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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