Marina Hoermanseder opened the Vienna Fashion Week: „I will back off from nothing“

Credit: Thomas Lerch

She is smart, funny, grounded and one of the most sought-after fashion designer of the time: Marina Hoermanseder. An Austrian who started her incredible career two years ago – not at her home, at Berlin.

Jetzt ist sie „nach Hause zurückgekehrt“ und eröffnete als internationale Stardesignerin die MQ.Vienna Fashion Week.15. Noch vor der Show durfte ich kurz mit ihr plaudern, über den Sommer, ihre ungewöhnlicher Weg und die Zukunft:

Wie war dein Sommer?
 Arbeitsreich. Aber nach der Berliner Fashion Week war ich eine Woche in Frankreich und hab tatsächlich mein Handy abgedreht.

Du hast in den vergangenen zwei Jahren viel geschafft. Was war das Beste, das dir passiert ist?
An dem Ganzen berührt mich mein Team am meisten. Ich habe Menschen um mich herum, die brennen für dieses Label und glauben daran. Sie tun alles mit mir, um das Ganze groß zu machen. Ich glaube, es gibt keinen einzigen Moment, der dieses Gefühl schöner machen könnte.

Vor fünf Jahren warst du noch Praktikantin, heuer bist du die „Stardesignerin“. Wie fühlt sich das an?
Irgendwie ist es ein schönes, aber auch ein komisches Gefühl. Vor allem, wenn ich daran denke, dass ich vor fünf Jahren Backstage noch angeschrien wurde, weil ich im Weg stand und ich jetzt der Auftakt war. Aber ich freu freue mich zu sehen, wie stolz das eigene Land auf mich ist.

Schon deine erste Kollektion war von orthopädischen Korsetts aus dem 18. Jahrhundert inspiriert. Bist du deiner Linie treu geblieben?
Absolut! Die Orthopädie begleitet mich nach wie vor nicht nur in der Inspiration, sondern mit Hilfe eines orthopädischen Technikers auch im Handwerk. Für die Blumenbomben wurde beispielsweise orthopädischer Hartschaum auf eine Schaufensterpuppe aufmodeliert.

Für die Sommer-2016-Kollektion kam aber auch einen 3D-Drucker zum Einsatz.
Genau, ein Korsett ist aus dem 3D-Drucker. Dafür habe ich mit der österreichischen Künstlerin Julia Koerner, die auch für Iris van Herpen produziert, zusammengearbeitet.

Werden in Zukunft noch weitere unkonventionelle Produktionstechniken zum Einsatz kommen?
Ich denke schon. Ich werde vor kaum etwas zurückschrecken, das meinen Weg kreuzt.

War jemand von deiner Familie bei der Show?
Meine Familie verpasst keine einzige Show. Meine Mama sammelt sogar jeden einzelnen Beitrag der über mich oder das Label kommt. Sie ist das beste PR-Archiv, das es gibt.

Trägt deine Mutter auch Marina Hoermanseder?
Viel. Sie ist ein sehr braves Testimonial. Meine Schwester auch, aber gut, sie haben auch keine andere Wahl und ertragen sämtliche Schmerzen und Ungemütlichkeiten. (lacht)

Was sind für dich absolute No-Gos?
Ich greife sicher auch oft daneben, aber o lange man dazu steht, gibt es fast keine No-Gos. Allerdings würd ich persönlich kein Bauchfrei empfehlen, wenn man nicht Bauch dazu hat. Ein No-Go ist also, nicht zu wissen, was man selbst tragen kann.

Berlin und Wien sind bereits zu deiner Bühne geworden. Du bist zur Hälft aber auch Französin. Wann willst du Paris angehen?
Da sind wir dabei. Wir haben jetzt beispielsweise eine kleine Installation am Berliner Modesalon in Paris, aber auch noch ein paar andere Dinge. Und hoffe, dass die französische Presse damit auf mich aufmerksam wird. Aber Paris ist ein schwieriges Pflaster. Derzeit sind vor allem die USA und der arabische Raum unglaublich spannend für mich.

Wenn du drei Wünsche offen hättest, wie würden diese lauten?
Das mein Hund sprechen könnte, das alles so blieb, wie es ist und das meine Oma das alles sehen könnte. (kämpft mit den Tränen)

 

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